Unser KUngress 2026
Samstag, 09. Mai – Jahreskongress 2026
Beim KUngress 2026 auf dem EUREF-Campus wurde einmal mehr deutlich: Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke sind kein Widerspruch – sie gehören zusammen. Wer Zukunft gestalten will, muss Umwelt und Wirtschaft gemeinsam denken: technologieoffen, marktwirtschaftlich und mit Vertrauen in Innovation.
Ein zentrales Thema war die Energiewende. Die Experten waren sich einig, dass nicht mangelnder Ausbau erneuerbarer Energien das Hauptproblem ist, sondern fehlende Digitalisierung, Speicher und Flexibilität im Stromsystem. Politische Planungssicherheit wurde von Investoren und Unternehmen als dringlichste Voraussetzung für weitere Investitionen benannt.
Die Automobilindustrie und die Stahlindustrie machten deutlich, wie sehr globale Abhängigkeiten – insbesondere von China bei Rohstoffen und Batterietechnologien – die deutsche Wirtschaft verwundbar machen. Diversifizierung von Lieferketten, Kreislaufwirtschaft und neue internationale Partnerschaften wurden als Antworten diskutiert.
Innovationen wie Direct Air Capture und Kernfusion zeigten, dass Deutschland auch bei Zukunftstechnologien eine führende Rolle spielen kann – wenn Bürokratieabbau und bessere Rahmenbedingungen schnell folgen. Beim Thema Mobilität wurde deutlich, dass Elektrifizierung, autonomes Fahren und stärkere Kooperation zwischen Stadt und Land gemeinsam gedacht werden müssen.
Regierender Bürgermeister Kai Wegner schloss mit einem Appell: „Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind eigentlich das konservativste Thema, das man haben kann.“ Für die KlimaUnion ist klar: Klimaschutz ist keine Ideologie, sondern konservative Zukunftspolitik.
Gemeinsam haben wir gezeigt: Klimaschutz ist kein Verzichtsprojekt, sondern eine Chance für ein starkes, souveränes und zukunftsfähiges Deutschland.
Sonntag, 10. Mai – Mitgliederversammlung
Der zweite Tag unseres KUngress startete mit einem ebenso drängenden wie vielschichtigen Thema: Klimaanpassung als Gesundheits- und Gesellschafsaufgabe.
Martin König (Dachverband der Betriebskrankenkassen), Dorothea Baltruks (Center for Planetary Health) und unser Vorstandsmitglied Sascha van Beek MdB diskutierten unter der Moderation von Gudrun Heute-Bluhm, wie eng Klimawandel und Gesundheitsversorgung bereits heute miteinander verknüpft sind.
Deutlich wurde: Die Herausforderungen sind real und unmittelbar. Rettungsdienste stoßen bei Hitzewellen schon jetzt an ihre Grenzen – und die Lage wird sich verschärfen. Dabei lägen die Lösungsansätze oft nah: Krankenkassen verfügen über enorme Datenmengen, mit denen sich vulnerable Gruppen gezielt schützen ließen. Der rechtliche Rahmen aber hinkt der Realität hinterher. Ähnlich verhält es sich auf der großen strategischen Ebene: Das Gesundheitswesen verursacht 6 % der deutschen Treibhausgasemissionen – eine kohärente nationale Strategie, wie der Sektor bis 2045 klimaneutral werden soll, fehlt bislang.
Anschließend wurde es in der Mitgliederversammlung lebendig: Satzungsänderungen sorgten für angeregte Debatte. Die Mitglieder werden zeitnah über das weitere Vorgehen informiert.
Gleich zwei gute Nachrichten gab es zum Abschluss: Das Fachforum Kreislaufwirtschaft ist offiziell gegründet und nimmt seine Arbeit auf. Und die Fachforen Land- und Forstwirtschaft sowie Kommunales nutzten die Gelegenheit, ihre laufende Arbeit und die aktuellen Papiere vorzustellen, an denen sie mit Hochdruck arbeiten.







Bilder: Laurence Chaperon
Ein besonderer Dank gilt allen Gästen, Speakerinnen und Speakern, Partnern sowie Unterstützenden, die diesen KUngress möglich gemacht haben.

